Nicolas Šustr 09.01.2017 / Berlin

Einmal Stasi, immer Stasi

Andrej Holm stellt sich auf einer Podiumsdiskussion seiner Vergangenheit

»Für mich ist Andrej Holm zunächst ein Opfer des SED-Regimes«, sagt Ilko-Sascha Kowalczuk am Anfang dieses turbulenten Freitagabends. Jeder, der als Teenager zu solch weitreichenden Entscheidungen wie einer Stasikarriere genötigt worden sei, sei ein solches Opfer, so der Historiker weiter. Mit 14 Jahren hatte Holm sich zu einer Offizierslaufbahn beim Ministerium für Staatssicherheit (MfS) verpflichtet. Ein übliches Alter in der DDR für solche Festlegungen. Mit 18 trat er die Ausbildung an, nicht einmal ein halbes Jahr später, Anfang 1990, wurde die Stasi aufgelöst und Holm entlassen. Es sei »nicht gerecht«, dass Holm 27 Jahre später die Entscheidungen aus so einem Alter nachhängen, sagt Kowalczuk.

Der Titel der von der Robert-Havemann-Gesellschaft organisierten Podiumsdiskussion lautet: »Einmal Stasi – Immer Stasi? Der ›Fall Andrej Holm‹ und der gesellschaftliche Umgang mit der jüngsten Vergangenheit«. Auf der Bühne treffen der fü...

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