Die Ausbildung junger Fachkräfte - wie geht das?

Fragen & Antworten rund um den Ausbildereignungsschein

Wie erhält man den Ausbildereignungsschein?

Für diesen Schein gibt es eine Ausbildung: Sie heißt Ausbildung für Ausbilder, kurz AdA. Darin werden angehende Ausbilder auf die verantwortungsvolle Aufgabe der Ausbildung hin geprüft. Die Qualifikation durch den AdA-Schein ist übrigens bundesweit genormt, überall gleich und kann bei der IHK absolviert werden.

Wer darf Ausbilder werden? Was gibt es für Voraussetzungen?

Für die Prüfung selbst gibt es keine besonderen Voraussetzungen - nicht mehr. Am Stichtag 1. August 2009 wurde die Verordnung der Ausbildereignung reformiert. Seitdem sind lediglich die fachliche Qualifikation (abgeschlossene Ausbildung oder Berufserfahrung) und die persönliche Eignung Voraussetzung für das Erlangen des Ausbildereignungsscheines. Diese beiden Grundvoraussetzungen werden in der Prüfung getestet.

Wie gestaltet sich die Prüfung?

Die Prüfung wird in regelmäßigen Abständen bundesweit von den örtlichen Industrie- und Handelskammern (IHK) geprüft. Der Großteil der Prüfungen findet am ersten Dienstag des Monats statt. Zuständig ist grundsätzlich die IHK am Wohnort des Teilnehmers. Da die Nachfrage sehr groß ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig einen Prüfungsplatz zu organisieren. Geprüft wird theoretisch und praktisch - die schriftliche Prüfung dauert circa drei Stunden und bezieht sich auf alle vier Handlungsfelder.

Die vier Handlungsfelder:

1. Ausbildungsvorausset- zungen prüfen und Ausbildung planen;

2. Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung von Auszubildenden mitwirken;

3. Ausbildung durchführen;

4. Ausbildung abschließen.

Im praktischen Teil hat man als Prüfling die Wahl zwischen einem Rollenspiel oder einer Präsentation. Laut Statistik wählen 98 Prozent das Rollenspiel, an dem die Durchführung einer Situation demonstriert werden soll.

Wann hat man die Prüfung bestanden?

Die Prüfung muss in beiden Teilbereichen - theoretisch und praktisch - mindestens mit der Note »ausreichend« abgeschlossen werden, um als bestanden zu gelten. Wer dies nicht schafft, hat zwei Chancen, die Prüfung zu wiederholen. Insgesamt dauert die Prüfung etwa drei Stunden, wobei der größte zeitliche Anteil auf die Beantwortung der Fragen im theoretischen Teil entfällt. Der praktische Teil dauert in der Regel etwa 30 Minuten.

Welche Aufgaben hat man als Ausbilder?

Ist die Prüfung geschafft und sind die vier Kernkompetenzen eines angehenden Ausbilders bestätigt, stellt sich die Frage: Was kann man jetzt mit dem Ausbildereignungsschein machen? Natürlich ausbilden und damit eine wichtige Rolle im eigenen Unternehmen einnehmen sowie auch im Leben junger Menschen. Genau diese Doppelrolle ist es, die die fachliche und persönliche Prüfung so wichtig macht.

Wie kann man sich auf die Prüfung vorbereiten?

Die ebam Akademie bietet eine kompakte Vorbereitung auf die Prüfung berufsbegleitend als Wochenendkurs an. Erfahrene Referenten wissen genau, worauf es bei der Prüfung ankommt und bereiten punktgenau auf diese vor. Der nächste Wochenendkurs in Berlin startet am 14. Januar 2017. AdA/nd

Anmeldung und Information www.ebam.de/kurse/13602-ausbildereignungspruefung-nach-aevo-kurzlehrgang-berlin-ada/2017-01-14/

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