Max Böhnel, New York 12.01.2017 / Politik

Obama sieht US-Demokratie in Gefahr

Abschiedsrede des scheidenden Präsidenten in Chicago / Forderung nach mehr bürgerschaftlichem Engagement

Barack Obama hielt seine 45-minütige Abschiedsrede in Chicago, wo er seine politische Karriere begonnen hatte. Sie bewegte sich zwischen Nostalgie und Hoffnung, war geprägt von Appellen an Vernunft und Einigkeit und endete mit seinem Aufruf an die US-Amerikaner, das »wichtigste Amt in einer Demokratie« selbst auszuüben, nämlich als engagierte Bürger. »Wenn etwas verbessert werden muss, schnürt die Schuhe und organisiert Euch«, erklärte Obama. »Wenn Ihr von Euren Volksvertretern enttäuscht seid (…), kandidiert selbst. Zeigt Euch, taucht ein, bleibt dabei.« Die entgegen seiner Versuche weiter bestehende wirtschaftliche Ungleichheit rufe »mehr Unzufriedenheit und Spaltung« hervor, und der Rassismus entzweie die Nation weiter, solange die Diskriminierung nicht »angegangen und abgeschafft werde«. Die rechtliche Gleichstellung von Minderheiten allein sei dazu nicht ausreichend.

Die Demokratie sei in mehrfacher Hinsicht in Gefahr, war...

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