Solidarität aus Eigennutz

Der Heppenheimer Hiob über den Wert der Arbeit im System der Arbeitsteilung

  • Von Roberto J. De Lapuente
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Nun also mal wieder der Mindestlohn. Besser gesagt geht es mal wieder um ein Hintertürchen, um diesen zu umgehen. Ein neuer Versuch, ihn via Geflüchtete wenigstens partiell auszuhebeln. Bei solchen Geflüchteten nämlich, die sich in ihrer Qualifikation nachschulen lassen müssen. Weil ihnen eine gewisse Anerkennung fehlt, nicht unbedingt Geschick oder volle Einsatzbereitschaft. Ein Papier dreier Bundesministerien bestätigte nun: Diesen Leuten muss man die ohnehin mageren 8,84 Euro in der Stunde nicht gewähren. Weil sie halt so eine spezielle Form von Praktikanten oder Azubis sind.

Aber was soll das Gezeter an dieser Stelle eigentlich? Muss man als Flüchtling denn nicht eigentlich froh sein, überhaupt Arbeit zu bekommen? Flüchtlingsjahre sind schließlich keine Herrenjahre. Wer da auch noch Ansprüche stellt, der verzärtelt diese Leute doch nur. Die Bürger sehen das nicht so viel anders. Zu viele Jahre hat man ihnen gesagt »Hauptsache ...

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