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Thüringer SPD will kleine Schulen halten

Landtagsfraktion plädiert für ein Sprengel-System

Erfurt. Die SPD-Landtagsfraktion in Thüringen will auch in Zukunft kleine Schulen im ländlichen Raum erhalten. Dazu sollten sie zu sogenannten Sprengelschulen umgebaut werden, sagte der Vorsitzende Matthias Hey in Erfurt. Auf dieses Ziel hätten sich die Abgeordneten in ihrer jüngsten Klausur verständigt. So würden mehrere kleine Schulen unter einem Dach zusammengefasst und von einer Stelle aus zentral verwaltet. »Das hat den Vorteil, sie brauchen nicht in jeder Schule einen Direktor«, erklärte Hey. Zudem könnten sich Lehrer im Krankheitsfall gegenseitig vertreten.

Das Modell der Sprengelschulen hat sich laut Hey bereits in anderen europäischen Ländern bewährt. Neben der Erhaltung kleiner Schulen würden sogar noch Einspareffekte erzielt. Die SPD-Fraktion war in dieser Woche zu einer Klausurtagung in Heilbad Heiligenstadt zusammengekommen.

In der Debatte um die Funktional-, Verwaltungs- und Gebietsreform in Thüringen waren zuletzt die kleinen Schulen im Land immer wieder in den Blick gerückt - als Beispiel für künftig nur schwer bezahlbare, Strukturen. Ministerpräsident Bodo Ramelow (LINKE) zufolge soll sich eine Kommission mit der Schulnetzplanung vor dem Hintergrund sinkender Einwohnerzahlen beschäftigen. Bei der Ankündigung des Gremiums am Dienstag bekräftigte er, dass die Kommunen bei einer Neustrukturierung durch die Gebietsreform eine stärkere Verantwortung auch im Schulbereich übernehmen könnten.

Laut Ramelow gibt es derzeit etwa 600 Schulklassen mit jeweils weniger als zehn Schülern in Thüringen. In 22 Förderschulen und elf Grundschulen gehen demnach derzeit jeweils weniger als 60 Schüler. dpa/nd

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