Das Geschäft 
mit der Angst

FIFA-Präsident Gianni Infantino und sein geglückter Plan von einer WM mit 48 Teams

  • Von Alexander Ludewig
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Simon Brodkin hatte am 20. Juli 2015 einen großen Auftritt. Während einer Pressekonferenz des Fußballweltverbandes hinterließ der englische Komiker einen verängstigten FIFA-Präsidenten. Joseph Blatter saß im Regen von Geldscheinen und rief verzweifelt nach seinem Sicherheitsdienst. Weder Gerichte, Staatsanwaltschaften noch das FBI hatten es in vielen Jahren mit etlichen Skandalen und Korruptionsfällen geschafft, den Schweizer in der Öffentlichkeit derart verstört aussehen zu lassen. »Das ist für die WM 2026 in Nordkorea«, sagte Brodkin zu Blatter, als er ihm ein Bündel Dollarnoten auf das Podium gelegt und ein weiteres über ihm in die Luft geworfen hatte.

Das Wirken Blatters beschäftigt Justiz und Weltfußball noch immer, die Person Blatter ist nach der durch den Internationalen Sportgerichtshof bestätigten Sperre Geschichte. Das Turnier in neun Jahren hingegen war in dieser Woche aktueller denn je. »Das ist eine sehr positive Entw...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.