Werbung

Kosmische Energie fürs Wahljahr

Europäische LINKE zum Jahresauftakt in Berlin

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Das ehemalige Kino Kosmos in Berlin bildete den Rahmen für den Jahresauftakt der Europäischen LINKEN (EL). Wo einst DDR-Filme Premiere hatten und Schüler Jugendweihe feierten, versicherte sich die LINKE am Sonntag ihrer Grundsätze und läutete das Wahljahr recht kämpferisch ein.

Auf der Bühne führten EL-Schatzmeister Diether Dehm und Parteivorstand Judith Benda durch das Programm. Immer wieder luden sie führende Linkspolitiker aufs Podium. Etwa die Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht, die mit Blick auf die gut besuchte Veranstaltung meinte, sie mache »Mut zum Widerstand«. Der Kandidat der LINKEN für das Amt des Bundespräsidenten, Christoph Butterwegge, drang darauf, endlich wieder über soziale Sicherheit zu sprechen, anstatt über innere Sicherheit. LINKE-Chef Bernd Riexinger betonte mit Blick auf die von seiner Partei beschlossene Reichensteuer: »Holen wir uns das zurück, was sie in den letzten 20 Jahren umverteilt hatten.« Oskar Lafontaine erklärte, warum er mit über 70 noch einmal in den Landtagswahlkampf des Saarlandes ziehen will: »Wenn es gegen die Rechte geht, möchte ich mit dabei sein.«

Man schaute an diesem Sonntag auch über den eigenen Tellerrand: Ein Grußwort von Catarina Martins, der Chefin des portugiesischen Linksbündnis Bloco de Esquerda, machte deutlich, dass die EU für viele eine Verarmungsgemeinschaft ist. »Die Austerität hat die Löhne gedrückt«, so Martins und verwies auf den Durchschnittsverdienst, der in Portugal nur 50 Prozent des deutschen Mindestlohnes betrage. Die Kandidatin der Vereinigten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke für das Amt der EU-Parlamentspräsidentin, Eleonora Forenza, rief die deutschen Genossinnen und Genossen per Videogruß dazu auf, standhaft zu bleiben gegen den Rechtsruck in Europa. Dazu wiederum passte das Abschluss-Statement von Sahra Wagenknecht: »Wenn wir stärker werden, werden die Rechten schwächer«.

Neben kämpferischen Reden gab es auch kämpferische Musik. Etwa vom Deutschrock-Barden Heinz-Rudolf Kunze und der türkischen Grup Yorum. Am Ende sang selbst die Parteispitze mit. Zusammen intonierte man Brechts »Solidaritätslied«: »Unsre Herrn, wer sie auch seien, sehen unsre Zwietracht gern, denn solang sie uns entzweien, bleiben sie doch unsre Herrn.«

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!