Nur noch Mitleid für die SPD

Weißblaue Sozialdemokraten am bisherigen Tiefpunkt in der Gunst der Wähler

  • Von Rudolf Stumberger
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Nein, Bayern ist nicht der Nabel der Welt. Wenn aber eine Partei in einem Flächenstaat mit 12 Millionen Einwohnern auf so bisher nie da gewesene schlechte Umfragewerte fällt, wie jetzt die SPD, dann muss das auch die Partei bundesweit betreffen. 14 Prozent der Wählerstimmen bekämen die bayerischen Sozialdemokraten derzeit laut einer jüngsten Umfrage des Bayerischen Rundfunks (BR). Zwar ersetzen Meinungsumfragen nicht das wirkliche Ergebnis am Wahlabend, aber Trends können sie schon abbilden. Und der Trend der bayerischen SPD in Richtung zehn Prozent erbarmt sogar den politischen Gegner. Er leide direkt mit, meinte in ehrlicher Sorge der frühere CSU-Chef Erwin Huber.

Will man diese Wahlprognose von 14 Prozent einordnen, sollte man den Blick darauf werfen, woher die SPD kommt. 1966 holten die Sozialdemokraten bei den Landtagswahlen in Bayern für die hiesigen Verhältnisse stolze 35,8 Prozent und war der CSU mit ihrer Mehrheit von 48,1 Proz...


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