Eine große Nummer

Zum Tod von Klaus Huhn, Sportjournalist und ND-Redakteur der ersten Stunde

  • Von Wolfgang Hübner
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Klaus Huhn war das, was man einen Vollblutjournalisten nennt. Geht nicht gibt’s nicht - das hätte sein Motto sein können. Er prägte das »Neue Deutschland« über Jahrzehnte. Woanders nennt man jemand wie ihn Urgestein.

Klaus Huhn, Jahrgang 1928. Zum Kriegsende als Luftwaffenhelfer eingezogen. So etwas prägt - zumal, wenn man in einer kommunistischen Familie aufgewachsen ist. Ende 1945 fing er als Bote bei der »Deutsche Volkszeitung« der KPD an, trat bald in die Partei ein. Als im April 1946 das SED-Zentralorgan »Neues Deutschland« entstand, war Huhn dabei. Zunächst als Lokalreporter, der für die erste Ausgabe einen Gruß des Schauspielers Hans Albers an die Leser heranschleppte. Huhn hatte alles, was man brauchte, um vom Neuanfang im zerstörten Berlin zu berichten: Talent, Ehrgeiz und ein Fahrrad.

Er gehörte einer Generation von ND-Redakteuren an, der der Krieg eine bittere Lehre fürs Leben war, die daraus eiserne Konsequenzen z...

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