Beratung zur beruflichen Weiterbildung am Infotelefon

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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung bietet seit dem Jahreswechsel dauerhaft einen Telefonservice zur Weiterbildungsberatung an. Unter der Nummer (030) 20 17 90 90 gibt es an Werktagen zwischen 10 und 17 Uhr eine erste Beratung zu allen Fragen rund um das Thema berufliche Weiterbildung. Das Angebot »Infotelefon Weiterbildungsberatung« wurde zuvor zwei Jahre erprobt. 2016 wurden bis Ende November rund 5700 Personen beraten; knapp 63 Prozent der Ratsuchenden waren Frauen.

Der Telefonservice arbeitet mit Beratungsangeboten in den Ländern und Kommunen zusammen und kann Ratsuchende zum Teil direkt an diese Stellen weitervermitteln. Derzeit ist das in Baden-Württemberg, Berlin, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig-Holstein möglich. Über Videotelefonie wird der Service auch in deutscher Gebärdensprache angeboten.

Zahl der Erwerbstätigen auf Rekordhoch

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung 1990 gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden zu Beginn des Jahres 2017 mitteilte, waren im Jahresdurchschnitt 2016 rund 43,4 Millionen Frauen und Männer mit Wohnsitz in Deutschland erwerbstätig. Den vorläufigen Berechnungen zufolge waren das etwa 425 000 Menschen mehr als im Vorjahr (plus ein Prozent).

Dagegen sank die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger im selben Zeitraum um 28 000 Personen (minus 0,6 Prozent) auf 4,3 Millionen. Während bei den Arbeitnehmern die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten weiter anstieg, war die Summe der marginal Beschäftigten (darunter geringfügige Beschäftigung) weiter rückläufig.

21 Prozent arbeiten zu Niedriglöhnen

Der Anteil der Beschäftigten in Deutschland, die zu Niedriglöhnen arbeiten, steigt an. Im April 2014 arbeiteten 21,4 Prozent im Niedriglohnsektor. Der Anteil der Betroffenen verteilt sich wie folgt: Im früheren Bundesgebiet samt Berlin waren es 18,4 Prozent (2006: 16,4) und in Ostdeutschland 34,6 Prozent (2006: 33,9). Die Niedriglohnschwelle lag 2014 bei einem Bruttolohn von zehn Euro pro Stunde. Der für Vollzeitbeschäftigte auf dieser Basis errechnete Bruttomonatslohn lag bei 1993 Euro.

Unterschiede ergeben sich auch beim Blick auf das Geschlecht der Betroffenen. Frauen arbeiten deutlich öfter in schlecht bezahlten Jobs. Ihr Anteil liegt bei 27,2 Prozent. Männer kommen auf einen Anteil von 22,5 Prozent.

Ob jemand einen Niedriglohn erhält, hängt stark von seiner beruflichen Qualifikation ab. So hatten 46,4 Prozent der Beschäftigten mit Niedriglohn keine Berufsausbildung. 20,9 Prozent hatten eine anerkannte Berufsausbildung und nur 4,5 Prozent einen Hochschulabschluss.

Zu den Wirtschaftsbereichen mit den höchsten Anteilen an Niedriglohnjobs gehören Friseur- und Kosmetiksalons, die Taxibranche, Zeitarbeit, das Wäschereigewerbe und die Gastronomie.

Beschäftigte müssen an sich glauben

Um im Job Ziele zu erreichen, sollten Berufstätige zunächst selbst daran glauben, diese erreichen zu können. Doch positives Denken allein reicht nicht aus, so Gabriele Oettingen, Professorin für Pädagogische Psychologie und Motivation. Im Gegenteil: Es könne auch dazu führen, dass Berufstätige eine Haltung entwickeln, nach der alles von selbst klappt und sie übersehen, was ihren Zielen im Job im Weg steht. Sie rät deshalb zu der Woop-Formel. W steht dabei für das englische Wort Wish (Wunsch).

Berufstätige sollten sich zunächst ein Ziel im Job suchen, das sie herausfordert, das sie aber auch erfüllen können. Dann stellt man sich am besten einmal vor, was man fühlt, wenn dieser Wunsch in Erfüllung geht. Das ist der Outcome, also das Ergebnis. Im nächsten Schritt beschäftigt man sich dann mit den Obstacles, also mit den Hindernissen, die einen davon abhalten. Dann macht man sich einen Plan, wie man diese Hürden überwinden will. Agenturen/nd

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