Lucía Tirado 28.01.2017 / Kultur

Rache an der Fledermaus

In der Neuköllner Oper gerät die Johann-Strauss-Operette außer Rand und Band

Man könnte fast sagen, Berlin erlebe endlich mal einen Theaterskandal. So weit reicht es dann aber doch wieder nicht. Es bleibt letztlich bei Regieausschweifung und viel Fleisch.

In einer Fassung von Julia Lwowski, Yassu Yabara und Tobias Schwencke zeigt die Neuköllner Oper »Die Fledermaus« nach Johann Strauss. Der Besuch ist wegen »sexuell expliziter Szenen« erst ab 18 Jahren erlaubt. Mit solchen wird dann auch nicht lange gewartet. Das Publikum ist sofort konfrontiert. Video-Einspielungen, vor allem Live-Videos, machen die Zuschauer zu Spannern. Nicht genug damit, werden zusätzlich pornografische Darstellungen der Altvorderen eingeblendet.

Ausgelassen und keineswegs brav ist die 1874 in Wien aufgeführte Operette angelegt. In Champagnerlaune spielt sich alle Handlung für die ausgeklügelte Rache der Fledermaus ab. In Wien hatte man seinerzeit neidisch auf die Pariser Pikanterie am Theater gesehen. Mit der »Fledermaus« kam man auf gleich...

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