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»NZZ«, Kant, Twitter und die Aufklärung

Netzwoche über die Kommentarsperren der Neuen Züricher Zeitung

  • Von Jürgen Amendt
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Irgendwann in der grauen Vorzeit des Internets herrschte bei den Zeitungen eine regelrechte Aufbruchstimmung. Das Netz wurde nicht als Konkurrenz wahrgenommen, sondern als Medium der Aufklärung. Jedes Printprodukt mit nigelnagelneuem Webauftritt brannte regelrecht darauf, sich eine Online-Community zuzulegen. Dort durften die Leserinnen und Leser jeden Text, jede noch so kleine Agenturmeldung kommentieren - ungefiltert, unzensiert, ungehemmt. Bei manchen Themen wie z. B. Kindesmissbrauch zeigte sich allerdings, dass viele Nutzer-Kommentare, derart justiziabel waren, dass die Moderatoren der Foren mit den Verwarnungen und dem Sperren nicht hinterherkamen. Also schränkten viele Zeitungen die Kommentarfunktion im Netz wieder ein, so z.B. die »Süddeutsche Zeitung«, die »FAZ« und die »Bild«.

Anfang dieser Woche entschied sich auch die »Neue Züricher Zeitung« (»NZZ«) zu diesem Schritt. Die Stimmung auf ihrer Seite sei »gehässiger geword...


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