Andreas Fritsche 13.02.2017 / Brandenburg

Brandenburger Bauern fordern Jagd auf den Wolf

Biobauer Jörg Dommel verlor in sechs Monaten sechs Tiere und lud am Freitagabend zu einer Wache an der Weide

Einen Steinwurf von der Rinderherde entfernt prasselt das Lagerfeuer. Es ist Freitagabend, kurz vor 20 Uhr. 40 Nachbarn sind zu den Viehweiden von Biobauer Jörg Dommel bei Neuendorf am See gekommen, und mit der Zeit treffen noch mehr hier ein. Wenn der Rauch des Lagerfeuers ins Gesicht weht, tränen die Augen. Auch so hätte Bauer Dommel Grund zum Heulen. Die Wölfe hingegen heulen zwar nicht. Aber sie sind da. Drei bis vier Rudel gebe es im Umkreis von 25 Kilometern, berichtet Dommel. Und nachts kommen sie zu den Weiden. Seit Juni vergangenen Jahres bereits sechs Mal. Fünf Kälber und eine Mutterkuh haben sie aus einem Bestand von 200 Rindern gerissen. Den Schaden beziffert Dommel auf 6000 Euro. »Nichts gegen Artenschutz. Naturschutz - bin ich dafür! Aber der Wolf, sehr zweifelhaft.«

»In Brandenburg soll es wieder Wölfe geben«, sang Komiker Reinald Grebe vor mehr als einem Jahrzehnt. Das ist inzwischen Tatsache. Das Agrarministerium ...

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