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Das Gespenst der Ehre

»Minna von Barnhelm« im Schlosspark-Theater

  • Von Volkmar Draeger
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Goethe nannte Lessings Komödie »die erste aus dem bedeutenden Leben gegriffene Theaterproduktion«. Pünktlich zum 250. Geburtstag des Stücks hat Thomas Schendel »Minna von Barnhelm« nun am Schlosspark-Theater herausgebracht - und damit einen Treffer gelandet. Schier endloser Jubel nach der Premiere, obwohl das verhandelte Grundthema heute nur bedingt nachvollziehbar ist.

Ums Haar wäre die Liebesgeschichte zwischen der wohlhabenden Minna und dem mittellosen Major gescheitert, weil ein übersteigerter Ehrbegriff stärker war als alle Gefühlsbande. Sicher, Tellheim ist ein Kind seiner Zeit, und doch steckt eben auch ein zeitlos gültiger Kern in seiner Begründung: Liebe sollte auf Gleichberechtigung beruhen, setzt jedoch nicht ebenbürtige finanzielle Verhältnisse voraus. Das genau ist indes Tellheims Problem.

Was man erst im Lauf der Dispute und Dialoge erfährt: Er hat nach dem Siebenjährigen Krieg Kontributionen der Besiegten im Auftrag des K...


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