In Kiew wird die Donbass-Kohle knapp

Ukrainische »Patrioten« blockieren den Eisenbahnverkehr, doch es könnte auch nur ums Geschäft gehen

  • Von Denis Trubetskoy, Kiew
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Lage an den ukrainischen Grenzübergängen eskaliert seit einigen Tagen. Denn in der Nacht zum 11. Februar wurde der Übergang zwischen der Ukraine und dem Donbass in der Nähe der Stadt Torezk geblockt. Dies ist bereits der dritte Eisenbahn-Übergang, der seit Beginn der Blockade geschlossen ist. Kiew wird langsam nervös. Zwar geht die Regierung gegen die Blockade nicht mit Gewalt vor, doch der Ton der Warnungen hat sich verschärft. Das Problem ist der Import der Anthrazitkohle aus dem abtrünnigen Landesteil, von dem unter anderem die Stromversorgung abhängt.

Bereits seit Dezember 2016 blockieren proukrainische Aktivisten Eisenbahn-Übergänge zwischen dem von Kiew kontrollierten Gebiet und prorussischen Separatisten. Angeführt werden sie von Rada-Abgeordneten wie Semen Sementschenko, die meist selbst am Krieg in der Ostukraine teilgenommen haben. Die Aktivisten werfen der ukrainischen Regierung vor, für beiden Konfliktparteien profitable...


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