Stromnetzvergabe wird spannend

Drei Anbieter sind noch im Rennen, das Verfahren erhält Dynamik durch neue Vorgaben

  • Von Martin Kröger
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Eine offizielle Entscheidung der Verwaltung gibt es bislang nicht. Dabei liegen die verbindlichen Angebote der drei verbliebenen Bieter für das Stromnetz in Berlin bereits seit einem halben Jahr vor. Mit von der Partie sind noch der gegenwärtige Netzbetreiber, die Vattenfall-Tochter »Stromnetz Berlin«, die kommunale »Berlin Energie« sowie die genossenschaftliche »BürgerEnergie Berlin«.

Erneut verzögert wurde das seit fünf Jahren laufende Vergabeverfahren durch die Abgeordnetenhauswahl und die rot-rot-grüne Senatsbildung. Politisch haben sich die Regierungsabsichten durch den Wahlgang im vergangenen Herbst tatsächlich deutlich verschoben: »Die Koalition strebt eine 100-prozentige Rekommunalisierung des Stromnetzes zum Ertragswert an, unabhängig vom Ausgang des Konzessionsverfahrens«, heißt es im Koalitionsvertrag. SPD, Linkspartei und Grüne wollen das Stromnetz vor allem deshalb in Landesbesitz rückführen, um gemeinsam mit den Bürgern kü...

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