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Meine Fresse, haben wir das mit Holm verbockt!

Tadzio Müller regt sich darüber auf, dass die Bewegungslinke zu wenig zur Unterstützung des Berliner Staatssekretärs getan hat

  • Von Zeit der Monster
  • Lesedauer: 2 Min.
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Meine Fresse, haben wir das mit Holm verbockt!

Die Causa Holm ist durch - ein guter Zeitpunkt, zu rekapitulieren. Dass die Immobilienunternehmen in Berlin eine Hetzkampagne starteten: keine Überraschung. Aber warum kam so wenig Unterstützung von der Straße?

Tadzio Müller wagt in seiner neuen Videokolumne für das Medienprojekt »Zeit der Monster« einen Blick zurück und kommt zu dem Schluss: Die außerparlamentarische Linke hat es verbockt. Da heben soziale Bewegungen in Berlin eine Linksregierung in den Senat. Und die wiederum hievt einen linksradikalen Baustaatssekretär ins Amt. Und der wiederum fängt sofort an, gegen steigende Mieten vorzugehen. Win-Win-Win-Situation.

Dann startet die Immobilienmafia eine Kampagne gegen Holm. Der Druck auf ihn wächst und wächst. Die Unterstützung? Nichts. Denn die Bewegungen, die Zivilgesellschaft, die Linken - machen gar nichts.

Seit wann haben wir uns eigentlich im Verlieren eingerichtet? Seit wann warten wir nur noch auf Verrat und Scheitern? Wir fangen ab jetzt an, unsere Leute zu verteidigen. Weil wir gewinnen wollen. Und dann gewinnen wir auch.

Zeit der Monster

Aus dem Kooperationsprojekt »Talk im Transit« vom Institut Solidarische Moderne, Leftvision, European Alternatives und »neues deutschland« wird das Medienprojekt »Zeit der Monster«. Unter diesem Namen organisiert das Team auch weiterhin Talkrunden zu aktuellen Themen, die in der gesellschaftlichen Linken heiß diskutiert werden. Dazu kommt die neue Videokolumne »Tadzio«, in der Tadzio Müller kommentierend und wild gestikulierend auf die Verrücktheiten dieser Epoche schaut.

"Zeit der Monster": Medienprojekt von "neues deutschland", Institut Solidarische Moderne, Leftvision, European Alternatives

»Die alte Welt liegt im Sterben, die neue ist noch nicht geboren: Es ist die Zeit der Monster.« Treffender als mit Antonio Gramscis Worten kann man die heutige Zeit kaum beschreiben. Sie gehen um, die Monster: Es sind Trump, Putin, Erdogan und Le Pen. Sie sind Ergebnis der großen Krisen in der Demokratie, der Lebensweisen, der Wirtschaft, des Klimas. Und sie befeuern die Katastrophe.

Das Medienteam hat sich vorgenommen, jetzt eigene Monster zu erschaffen. Sie sind zärtlich, süß und liebevoll. Intelligent, kritisch und respektvoll. Frech, witzig und vorlaut. Sie ärgern sich über den Rücktritt Andrej Holms, über die Niederlage der SYRIZA vor zwei Jahren, über Trumps Sexismus und Nationalismus. Und sie suchen nach Lösungen, nach einem solidarischen Ausweg aus dieser Monsterwelt.

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