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Welt aus den Fugen

Im Berliner Ensemble: Navid Kermani und Norbert Lammert im Gespräch

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Jedes Wort wie ein Stein, der erschlägt: Brexit, Banken, Terror, Trump, Aleppo. Jedes Wort wie ein Schlag, unter dem wir zu versteinern drohen: Türkei, Ukraine, Putin, Assad, Flüchtlingskrise. Der iranisch-deutsche Schriftsteller Navid Kermani, ein Mann, den es im Wirbel akuter Ereignisse ohnehin nicht stillhält, hat sich in Bewegung gesetzt, er ging auf Dis-Kurs. »Welt aus den Fugen« - unter diesem Motto reiste er eine Woche durch Deutschland, sprach mit Schulklassen und abends, in einem Theater, mit einem prominenten Gast. Im Berliner Ensemble traf er Bundestagspräsident Norbert Lammert.

Welt aus den Fugen. War sie es nicht eh und je? Kermani bejaht. »Neu ist unsere Wahrnehmung.« Was jetzt so bedrängend hervorbreche, sei jenes Katastrophische, dessen Signale wir jahrelang so geflissentlich übersahen. Diese »ständig wachsende Selbstschwächung der liberalen Öffentlichkeit«. Er beschwört Europa. Dessen Weltstrahlung erwachse aus de...


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