Ceuta: Hunderte Geflüchtete überwinden EU-Grenzzaun

Erneut erreichen bis zu 500 Asylsuchende die spanische Exklave in Marokko

Grenzza der Hoffnung: Die spa...
Grenzzaun der Hoffnung: Die spanische Exklave Ceuta ist seit Jahren das Ziel von Asylsuchenden, die in die EU wollen, wie hier im September 2016.

Madrid. Hunderte Geflüchtete sind am Freitag nach Behördenangaben in die spanische Exklave Ceuta in Marokko gelangt. Bis zu 500 Menschen haben es nach Einschätzung der Polizei geschafft, am Morgen den Grenzzaun zu überwinden, teilten die Rettungskräfte im Onlinedienst Twitter mit. Die Polizei selbst sprach auf AFP-Anfrage von »mehreren hundert Flüchtlingen«. Einige der Geflüchteten sowie mehrere Sicherheitskräfte wurden demnach verletzt.

Asylsuchende aus Afrika versuchen immer wieder, mit dem Vordringen auf die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla an der marokkanischen Mittelmeerküste EU-Boden zu erreichen. Die beiden Exklaven haben die einzigen EU-Außengrenzen auf dem afrikanischen Kontinent. Die Grenzanlagen bestehen aus zwei je sechs Meter hohen Zäunen, dazwischen erschwert ein Netz aus Stahlkabeln das Vorankommen.

Am 9. Dezember war es 400 Menschen gelungen, auf das Gebiet von Ceuta vorzudringen. Am Neujahrstag versuchten mehr als tausend Menschen, über den Absperrzaun zu gelangen. Sie wurden von den Sicherheitskräften zurückgedrängt.

Menschenrechtsorganisationen fordern regelmäßig von der UNO und der EU, Druck auf Spanien auszuüben, damit Geflüchtete einen Asylantrag stellen können. 2016 kamen nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) rund 18.000 Asylsuchende in Spanien an. AFP/nd

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