Jan Keetman 18.02.2017 / Politik

Die Türkei vor dem Referendum: Nur Satan stimmt mit Nein

Die Verfassungsänderung ist den Erdogan-Medien alle Anstrengungen wert

Hand in Hand für die Verfassungsänderung: Premierminister Yildirim (links) und Präsident Erdogan

Regierungstreue Medien hämmern derzeit den Türken ein, welche Entscheidung beim Referendum über die Ausweitung der Macht des Präsidenten am 16. April die einzig richtige ist. Am drastischsten war es im Beyaz TV, dem »Weißen Fernsehen«, zu sehen. Der vom Sohn des Bürgermeisters der Hauptstadt Ankara geleitete Kanal befragte einen Theologen. Der verkündete, auch Gott habe einmal die Engel befragt und diese hätten alle »Ja« gesagt, nur einer »Nein«: »Das war Satan.« Dieser Vergleich war wohl die letzte Möglichkeit, die verbalen Attacken des Staatschefs Recep Tayyip Erdogan auf die Gegner der Verfassungsänderung noch zu übertreffen.

Von Anfang an brandmarkte Erdogan die Gegner des Referendums als »Unterstützer von Terrororganisationen«. Sein Ministerpräsident Binali Yildirim erklärt es ganz einfach: Die Terrororganisationen seien für ein Nein beim Referendum. Also hätten die Referendumsgegner das gleiche Boot bestiegen wie die Terrori...

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