Jetzt ist Manager Maaßen dran

Eindrücke aus dem NSU-Untersuchungsausschuss: Die Aufklärung der Verbrechen scheint immer weniger möglich

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

»Ich kann gar nichts ausschließen.« Und mit Informationen, die über das hinausgehen, was er vor dem ersten NSU-Untersuchungsausschuss gesagt hat, könne er auch nicht dienen. Heinz Fromm, der zwölf Jahre Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz und ein nicht nur erklärter Nazigegner war, ließ am Donnerstag vor dem Untersuchungsausschuss in Berlin zwar Distanz zu seinem Dienst, doch nicht zu seiner Verantwortung erkennen.

2012 war Heinz Fromm zurückgetreten, als ihm klar wurde, wie dreist langjährige Mitarbeiter ihn belogen und betrogen haben. Sie datierten die Vernichtung von relevanten V-Mann-Akten auf den Januar 2011 und rechtfertigten das Schreddern mit geltenden Vorschriften. Tatsächlich fand die Aktion jedoch am 11. November 2011 statt, also wenige Tage, nachdem der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) aufgeflogen war. Man wollte Material loswerden, das von V-Leuten aus dem Umfeld des NSU zusammengetragen wurde.

Mit dem A...


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