Werbung

Asylunterkunft in Hangars schließt

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Eine der spektakulärsten Notunterkünfte für Flüchtlinge in Deutschland, die Hangars des früheren Flughafens Berlin-Tempelhof, soll bis Mitte des Jahres geschlossen werden. Die aktuell noch rund 670 Bewohner ziehen dann in neue Unterkünfte, die am Rand des Flughafengeländes entstehen. Der Bau dieser sogenannten Tempohomes hatte Anfang Februar begonnen und soll im Juli fertig sein.

»Unser Ziel ist, bis Mitte des Jahres die Notunterkunft Tempelhof zu schließen«, sagte eine Sprecherin des Betreibers Tamaja am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die »Berliner Morgenpost« darüber berichtet. Allerdings bleibt das sogenannte Ankunftszentrum, das ebenso in den Hangars untergebracht ist wie die Notunterkunft, weiter bestehen. Es dient als erste Anlaufstelle für Flüchtlinge, die neu in Berlin eintreffen.

In mehrere riesige Hallen des mächtigen Flughafengebäudes in Tempelhof waren im Oktober 2015 die ersten Flüchtlinge eingezogen. Berlin suchte seinerzeit händeringend nach Unterkünften für Tausende Menschen. In den Hangars leben die Menschen in provisorischen Wohnbereichen ohne viel Privatsphäre, die lediglich mit Zwischenwänden voneinander getrennt sind. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise gab es 2500 Bewohner. Kapazitäten hätten bis auf 4000 Plätze erweitert werden können. Die Bewohner schlafen in Leichtbaukabinen ohne Dach. Obwohl Tempelhof nur als Übergangslösung gedacht war, lebten viele Geflüchtete seit 15 Monaten dort.

Um die Kapazitäten besser auszunutzen, stehen seit Anfang Februar im Hangar 2 bis zu 100 Plätze für Obdachlose bereit. Auch nach der Schließung der Notunterkunft plane das Land die meisten der Flugzeughallen für Flüchtlinge weiter zu nutzen. Hier bleibe das Ankunftszentrum angesiedelt, in dem neue Asylbewerber die ersten Tage übernachten sollen. Zwei der Hangars sollen zudem als Reserve-Notunterkunft vorgehalten werden, falls die Flüchtlingszahlen wieder ansteigen sollten. nd/Agenturen

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!