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Warum die Männer nicht bleiben

Im Renaissance-Theater: Lutz Hübners und Sarah Nemitz’ Stück »Wunschkinder« in Torsten Fischers fulminanter Inszenierung

  • Von Volkmar Draeger
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Nebelhaft grau wie die vage Naturkulisse auf dem Rundhorizont im Renaissance-Theater erscheint auch Marcs Zukunft. Vor Monaten hat er sein Abitur gemacht und tut nun - nichts. Das heißt: Party, Kiffen, Rumhängen. Zur Abreaktion turnt er an Ringen, was ihm Szenenapplaus einbringt, nicht aber das Lob der Eltern. Gerade sind sie aus den USA zurück und suchen nun nach ihrem Weg, so wie auch Marc. Die Ansichten sind jedoch extrem verschieden. Während der Sohn erst mal die neu gewonnene Schulfreiheit genießt und auf die rechte Eingebung wartet, quälen ihn seine Eltern unablässig mit ihrer abendländischen Zweckphilosophie. Nach dem Motto: Jeden Tag eine vernünftige Tat.

Marc aber gammelt, wie viele überbehütete Kinder aus Wohlstandsfamilien. Gerd bringt das Geld nach Hause und brüstet sich gern damit, Bettine hörte auf zu arbeiten, um sich ganz dem Sohn zu widmen. Der hat keinerlei Freiraum mehr, sich zu entwickeln. Bis er Selma trifft, ein t...


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