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Die Furcht vor Marine Le Pen

Guido Speckmann über Allianzen der französischen politischen Mitte

  • Von Guido Speckmann
  • Lesedauer: 1 Min.

Worum die Linken noch ringen - vermutlich erfolglos -, das haben Parteien der politischen Mitte nun geschafft: Sie stellen Eitelkeiten zurück und schmieden aus Furcht vor einer rechtsextremen französischen Präsidentin eine Allianz. So verzichtet François Bayrou von der Mitte-Partei »Demokratische Bewegung« auf seine vierte Präsidentschaftskandidatur. Stattdessen will er angesichts eines möglichen Erfolgs von Le Pen von der Front National bei den Präsidentschaftswahlen den Shootingstar des französischen Politikbetriebs unterstützen, den ehemaligen Wirtschaftsminister Emanuel Macron und seine Bewegung »En Marche«.

Freilich stellt Bayrou Bedingungen: Er fordert ein »moralisches Regelwerk« und die »Anerkennung des Wertes der Arbeit und ihre gerechte Entlohnung«. Macron, von Bayrou einst als »Kandidat des Geldes« gegeißelt, nahm diese Bedingungen an. Er twitterte, die Forderungen fußen auf Werten und Ideen seiner Bewegung. Doch mit den lohnpolitischen Vorstellungen wird er hadern. Sie passen schlecht in sein wirtschaftsliberales Weltbild. Doch sein Programm hat der in den jüngsten Umfragen zurückgefallene Ex-Investmentbanker immer noch nicht vorgestellt. Denkbar also, dass der angesehene Alt-Politiker aus der Provinz dem Jungstar noch etwas Soziales in sein Programm diktiert. Es wäre nicht das Schlechteste.

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