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Fluchtziel Dominikanische Republik

Immer mehr Venezolaner suchen auf der Karibikinsel ihren Ausweg aus den Turbulenzen im Heimatland

  • Von Hans-Ulrich Dillmann, Santo Domingo
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Antonio Quiterio (Name geändert) hat die Schnauze voll. »Hier gibt’s kein Leben mehr«, flucht er und wünscht Madura, Chávez und die bolivarische Revolution zum Teufel. »Die Inflation frisst die letzten Bolívares auf, aber auch mit Geld bekommst du kaum was, denn die Supermärkte sind leer.« Müsste er sich nicht um seine betagte Mutter kümmern, wäre er längst im Ausland.

Jetzt sitzt der 38-jährige IT-Spezialist in der Wohnung seiner Mutter und bestreitet den Lebensunterhalt von den Aufträgen seiner alten Kunden, die er aus Caracas erledigen kann. Zu Beginn der bolivarischen Revolution ging es Antonio gut. Immer wieder flog der selbstständige IT-Administrator ins Ausland, um Kunden in Mittelamerika und der Karibik bei ihren Softwareproblemen zu helfen. Das Geld wurde ihm in Dollars aufs Bankkonto überwiesen und dort verbindlich in einheimischer Währung gutgeschrieben.

Seit der Wechselkurs des Bolívar zum US-Dollar staatlich festgelegt wurde...


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