Der Schleusermafia ausgeliefert

Notlage in den libyschen Aufnahmelagern - ein gutes Geschäft für die Menschenhändler

  • Von Mirco Keilberth, Zawiya
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Mohamed Sifauw öffnet nur vorsichtig den Kofferraum seines in die Jahre gekommenen Wagens. Der 24-Jährige aus Zawiya will eine Schaufel und Latex-Handschuhe für den bevorstehenden Einsatz hervorholen. Zu oft schon stapelten sich Leichensäcke mit ertrunkenen Migranten in seinem Toyota. Die Erinnerung an die Bergung lähmt seine Bewegungen, sobald er die Handschuhe überstreift.

»Der Anblick von Leichen, die mehrere Tage im Meer trieben, lässt einen nicht mehr los. Ich muss vor jedem Einsatz erst einmal tief Luft holen, um die Arbeit noch zu ertragen«, sagt der Freiwillige aus der Hafenstadt am Mittelmeer.

Sifauw und seine 12 Kollegen des Roten Halbmondes, der letzten unabhängigen Hilfsorganisation in Libyen, wurden am Dienstag wie schon so oft zu einem Küstenabschnitt westlich von Zawiya gerufen. In der 200 000-Einwohner-Stadt, deren Häuser durch die Bevölkerungszunahme der letzten Jahrzehnte mittlerweile bis an den Hauptstadtvo...

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