Ein Staat oder zwei Staaten?

  • Von Oliver Eberhardt
  • Lesedauer: ca. 7.5 Min.

Neulich sei er in Berlin gewesen, erzählt Jonathan Leibowitz. »Eine tolle Stadt«, sagt der 25-Jährige: »Aber stellen Sie sich nur vor, wie das wäre, wenn Westdeutsche nicht mehr im Osten wohnen dürften. Aber von uns wird verlangt, dass wir unsere Hauptstadt in zwei Hälften spalten.«

Es geht, natürlich, um Jerusalem. Leibowitz ist Aktivist von Im Tirzu, einer Organisation, die regelmäßig Stimmung gegen eine Zwei-Staaten-Lösung macht. Unermüdlich verbreiten Aktivisten wie Leibowitz, dass das Westjordanland, dass Ost-Jerusalem gar nicht von Israel besetzt seien, weil es nie einen palästinensischen Staat gegeben habe, und Jordanien seine Ansprüche auf das Gebiet 1988 aufgegeben habe. Damit seien die palästinensischen Gebiete Teil Israels geworden.

Wer es genauer wissen will, erfährt von »juristischen Gutachten«, von »wissenschaftlichen Studien«, von dieser oder jener Konferenz, die allesamt eben diese Sicht der Dinge belegen soll...


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