Die Quallen und der Klimawandel

Eine der besonders giftigen australischen Arten erobert mit zunehmender Erwärmung weitere Gebiete. Von Michael Lenz

  • Von Michael Lenz
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Ende 2016 sorgte das Irukandji-Syndrom wieder für Schlagzeilen in den australischen Medien und Angst an den tropischen Traumstränden von Down Under. In nur einer Woche im November waren drei ältere Touristen gestorben, die beim Tauchen am Großen Barrier Riff (GBR) vor der Küste von Cairns mit den von giftigen Nesselzellen besetzten Tentakeln der »Irukandji«-Qualle in Berührung gekommen waren.

Erschreckender aber war die Nachricht von drei Frauen und einem zwölf Jahre alten Mädchen, bei denen Ende Dezember 2016 nach einem Badeurlaub auf Fraser Island das 1952 von Hugo Flecker (1884-1957) erstmalig wissenschaftlich beschriebene Irukandji-Syndrom diagnostiziert worden war. Erschreckender deshalb, weil Fraser Island mehr als 1400 Kilometer entfernt liegt vom tropischen Cairns im Norden, der bislang als das einzige Habitat der nach einem Aborigine-Stamm benannten Qualle galt. Für den renommierten Irukandji-Forscher Jamie Seymour von de...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.