Der gute Mensch von Sachsen

Karl May war in seinen Werken unermüdlicher Missionar und Moderator des interreligiösen Dialogs

  • Von Ingolf Bossenz
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Mehr Licht, mehr Licht! Die Finsternis / Lässt mich nur zagend vorwärts gehn ...« Als Karl May im Jahr 1900 diese Zeilen in seinem (einzigen) Gedichtband »Himmelsgedanken« veröffentlichte, konnte er nicht ahnen, dass 116 Jahre später eine westdeutsche Illustrierte seine geliebte Heimat Sachsen als »das dunkelste Bundesland« schmähen würde: der »Stern«, dessen publizistische Leuchtkraft bereits vor Jahrzehnten erlosch bei dem Versuch, mit dubiosen Diarien die Fabulierkunst eines Karl May rechts zu überholen. Hingegen könnte die jüngste Version sächsischer Kunst-Erziehung, Unbotmäßige durch Busse Buße zu lehren, durchaus einem Roman des Radebeulers entstammen - auch, wenn dessen Protagonisten eher Planwagen bevorzugten, auf denen sie gern einmal ihren Agitationsgelüsten in schlichter Manier die Zügel schießen ließen.

Deutschland 2017: ein buntscheckiges Babylon der zerbröckelnden Gewissheiten. Auf der Suche nach Orientierendem wird tief h...


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