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Am dunklen Rande des Bewusstsein

»Gespenster« nach Ibsen, Strindberg, Heine am Deutschen Theater Berlin. Regie: Sebastian Hartmann

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Vor dir liegt Zukunft. Schön. Aber in dir: Vergangenheit. Schlimm. Der Zukunft gehst du entgegen, die Vergangenheit geht dir nach. Komm, los!, sagt die Zukunft. Von mir kommst du nicht los!, grinst die Vergangenheit. Was du dir auch ausmalst, du bleibst ein Gezeichneter. Die Prägungen kriegt man nicht los, nicht den Fluch der Vererbungen, nicht Deutschland, nicht den Verdacht, dass dich irgend was in deinem Leben fesselt, betrügt und weit stärker ist als dein Wille und dein Wissen - alles Gespenstische von gestern verlässt dich nicht. Sie sind die Botschafter der Toten, die bereits hilfsbereit ihre Strickleitern, und das jeden Tag, über die Mauer werfen.

Was denn? Das Jenseits foppen? Und also hier auf Erden schon das Himmelreich errichten? Ach, Heine, genialer Träumer, so trauervoll. Linda Pöppel singt im Dunkel der Bühne, zu E-Gitarre und Klaviatur, Verse aus dem »Wintermärchen«. Kommunismus, das frei flottierende Überschussprod...


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