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Wer bin ich - und wie viele?

»4 3 2 1«: Paul Austers riesiger Tagebuchroman ist so anstrengend wie aufregend

  • Von Reiner Oschmann
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Eins ist gewiss: Für Twitter-König Trump, zu dessen Selbsterhöhungen die Selbsteinstufung als »Hemingway der 140 Zeichen« gehört, kommt dieser Roman nicht in Frage. Knapp 1300 Seiten? No way.

Paul Auster, grad 70 geworden und fast gleichaltrig mit dem neuen US-Präsidenten, hat das Buch seines Lebens geschrieben. Das betrifft den Umfang, das Existenzielle seiner Fragen und den Willen, sich selbst der strengste Richter zu sein. Das Selbstquälerische, das damit einhergeht, hebt diesen Roman ebenfalls über die meisten Vorgänger Austers hinaus. Denn wenn Titeln wie »Mond über Manhattan« oder »Die Musik des Zufalls«, »Mr. Vertigo« oder »Das Buch der Illusionen« etwas gemein war, dann das gefällig Unterhaltsame.

»4 3 2 1«, der Riesenroman mit dem rätselhaften Titel, ist gleichfalls gut, ja aufregend zu lesen. Doch die Fragen, die ihn durchziehen, betreffen das Ganze, das Schicksal des einzelnen Menschen in seiner Unwiederholbarkeit. Dabei läss...


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