Hans-Dieter Schütt 02.03.2017 / Kultur

Brecht ging’s Benzin aus

Werner Hecht gestorben

In einem Stück von Thomas Brasch heißt es: »Wir hatten Fieber. Das war unsere Zeit. Jetzt kommt Papier. Das zählt nicht mehr.« Papier? Da fing es beim Brecht-Abenteurer Werner Hecht erst an. Sein Fieber: zu entdecken, zu registrieren, zu summieren. Sein Brecht, das ist nicht: Leben, das auf Papier steht; es ist Dasein, das schreibend ersteht. In Papierbergen war er Höhlenforscher, in Archivtiefen ein Langzeittaucher. Über 1300 Seiten hat die »Brecht-Chronik«, die des Dichters Biographie gleichsam Tag für Tag erzählt; ein atemverschlagener Journalroman. Wie Brecht in Kalifornien Thomas Mann trifft, »höchstens zufällig und dann schauen 3000 Jahre« auf ihn herab. Oder wie ihm zwischen Potsdam und Berlin das Benzin ausgeht und die Feuerwehr Teltow hilft.

Im Nachwort der Chronik findet sich ein Satz, der Hechts wissenschaftliche Ethik auf den Punkt bringt. Er bedankt sich bei Freun...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: