Wahlkampf in Riesterland gegen Agenda 2010

Die Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Nestlé Deutschland, Susanne Ferschl, will aus dem Allgäu für die LINKE in den Bundestag einziehen und kämpft um einen vorderen Platz auf der Landesliste

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Mitten im bayerischen Wahlkreis 257 (Ostallgäu), der sich vom Touristenmagnet Neuschwanstein bei Füssen über 80 km bis nach Memmingen erstreckt, liegt in der Gemeinde Biessenhofen bei Kaufbeuren das traditionsreiche, auf Babynahrung spezialisierte Werk des Weltkonzerns Nestlé mit derzeit rund 900 Beschäftigten. Es war bis 2007 auch die Produktionsstätte der Bärenmarke-Kondensmilch. Hier begann die junge Abiturientin Susanne Ferschl 1992 eine Ausbildung zur Chemielaborantin. Für sie war der Eintritt in die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) eine Selbstverständlichkeit. Sie wurde Jugendvertreterin und bereits mit 26 zur Betriebsratsvorsitzenden gewählt.

Dass sie in dieser Funktion viermal unangefochten bestätigt wurde, dürfte auch ein Ergebnis unermüdlicher Basisarbeit sein. So wurde der Betrieb zu einer gewerkschaftlichen Bastion im CSU-dominierten Allgäu. »Wir haben den gewerkschaftlichen Organisationsgrad von 30 auf rund 90 ...

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