Benjamin von Brackel 09.03.2017 / Wirtschaft und Umwelt

Keiner will den Atommüll

Endlagersuchgesetz kommt in den Bundestag / Umweltschützer fordern mehr Transparenz

Sogar aus dem fernen South Carolina flatterte eine Stellungnahme in den Umweltausschuss herein - kurz bevor am Mittwoch der Bundestag begann, ein neues Gesetz zur Suche nach einem Endlager zu beraten. Tom Clements hatte es geschickt, der Direktor der Nichtregierungsorganisation Savannah River Site Watch aus Columbia. Der Grund: Im Entwurf für eine Novelle des Standortauswahlgesetzes von Union, SPD und Grünen fehlt ein ausdrückliches Verbot des Exports von deutschem Atommüll. Nach Einschätzung von Umweltverbänden könnte nach derzeitiger Fassung Strahlenmüll aus dem Versuchsreaktor Jülich in die USA geschickt werden.

Clements kündigte Widerstand an, sollte der Bundestag den Atommüllexport zur Wiederaufbereitungsanlage im Nuklearkomplex Savannah River Site (SRS) offen halten. »Der Gouverneur von South Carolina möchte nicht, dass SRS ein internationaler Atommüll-Abladeplatz wird«, schreibt der Umweltaktivist. Um die abgebrannten Brenn...

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