Der Frauentagskater und das Sack-Kratzen

Aus der Reihe »Gender-Clash« (3): Warum interessiert Frauen so, was Männer mit den Händen in ihren Hosentaschen anstellen?

Auch wenn viele die Geschlechterungleichheit und die großen Geschichten des Sexismus 2017 für beinahe überwunden erklären: Wer Augen und Ohren offen hält, stößt jeden Tag auf sie, die kleinen, großen Clashes mit den Geschlechterverhältnissen. Das gilt auch für »nd«-Redakteur*innen. Wir haben ein paar Alltags-Anekdoten für euch aufgeschrieben und präsentieren sie in einer kleinen Reihe.

Vorbei ist er, der Frauentag. Gibt es so etwas wie einen Frauentagskater? Früher bekamen ihn Typen, damals noch »Männer«, die die Blumen vergessen hatten. Frauen waren da eigen. Heute werden extra Frauenkampftagstexte geschrieben.

In dieser Zeitung las man, dass die einstigen Uga-Uga-Rufe sowie das Sackkratzen des Neanderthal-Mannes heute vom Klappern mit dem Schlüsselbund ersetzt seien. Und vom Klimpern mit Kleingeld in der Hosentasche. Trinken Frauen keinen Kaffee? Wissen sie nicht, dass die Funktionsfähigkeit des Kaffeeautomaten sich umgekehrt proportional zur Menge des Kleingelds in der Tasche verhält? Nichts vom Spieltrieb, den eine Handvoll Kleingeld auslösen kann?

Warum interessiert Frauen eigentlich so, was Männer (sorry, Typen) mit den Händen in ihren Hosentaschen anstellen? Meine Frau verwies tröstend auf ihre eigene Gewohnheit. Sie spielt in ihrer Manteltasche stetig mit - man wagt es kaum zu sagen - zwei Kastanien. uka

Lesen Sie dazu auch:

>> Mein Kind: Mal ein Mädchen, mal ein Junge (Gender-Clash #1)

>> Der Mann von heute klimpert gerne zwischen den Beinen (Gender-Clash #2)

Dazu passende Podcast-Folgen:

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung