Schulz und die falsche Entschuldigung

Nicht die Frage der Teilnahme daran ist eine Debatte wert, sondern der Koalitionsausschuss als informelles Gremium selbst: Passt das zur Demokratie?

  • Von Tom Strohschneider
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Irgendwie bekommt es die Union nicht so recht hin, den SPD-Kandidaten zu greifen. Nicht durch irgendwelche Dossiers über die Personalpolitik von Martin Schulz im Europaparlament. Nicht durch das von Trump ausgeborgte Mittel, den Sozialdemokraten ständig als Fake-News-Verbreiter zu brandmarken. Nicht durch eigene Vorschläge, wie irgendetwas noch besser werden soll.

Nun fällt der Wahlkampf aber in eine Zeit, in der die Beschäftigten des politischen Betriebs sich Sorgen machen über ihr Ansehen bei denen, für die dieser Betrieb eigentlich läuft: den Bürgern. Deshalb sagt zwischen all den bisher vergeblichen Bemühungen, den SPD-Kandidaten wirksam zu packen, irgendein oberer Unionspolitiker, »wir werden Herrn Schulz nicht persönlich angreifen«.

Das klingt dann derzeit so: Schulz lege »Arbeitsverweigerung« an den Tag, weil er, das ist eine besonders gute CDU-Kritik in diesen Zeiten, »nur an Wahlkampf« denke, statt den Koalitionsauss...


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