Uwe Stolzmann 22.03.2017 / Kultur

Jung, aber nicht böse

Litauens Literatur in Bewegung

Erklärtes Anliegen der Leipziger Buchmesse ist es seit Jahren, den Besuchern die Literaturen und Gesellschaften mittel- und osteuropäischer Länder näherzubringen. Schwerpunktland ist in diesem Jahr Litauen.

Knapp drei Millionen Menschen leben in dem baltischen Staat. Jedes Jahr verlassen Zehntausende das Land; 1,5 Millionen Litauer sollen im Ausland leben. 1918 wurde Litauen zum ersten Mal unabhängig, 1990 ein zweites Mal. Bis dahin gab es staatseigene sowjetische Verlage. Beliebte Themen vieler Autoren waren die mystifizierte Vergangenheit, insbesondere der Kampf gegen Deutschritter und Faschisten, der Wald, das ländliche Idyll. Nach der Wende spielten neue Dichter, Erzähler, Intellektuelle im jungen Staat eine große Rolle, sie waren Idole, man hörte auf ihre Meinung. In den ersten Jahren nach der Unabhängigkeit kamen Massen zu Meetings. Von dieser Euphorie ist nichts geblieben.

Auch die Buchindustrie erlebte ab 1991 einen kurzen Boom:...

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