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Die Preise steigen bis zur Krise

Simon Poelchau fragt sich, wann die Blase auf dem Wohnmarkt platzt

Man kann sich darüber streiten, ob die Europäische Zentralbank schuld an den niedrigen Renditen ist oder nicht. Unbestreitbar ist jedoch, dass die Immobilienpreise auf Grund der derzeit niedrigen Zinsen in die Höhe schießen, wie die am Dienstag veröffentlichte Studie »Wohnatlas 2017« der Postbank zeigt.

In hiesigen Großstädten ist der Kauf von Wohnraum so teuer, dass es für Normalverdiener ohne Erbe fast schon utopisch ist, jemals in den eigenen vier Wänden zu wohnen, weil die Entwicklungen von Durchschnittseinkommen und Immobilienpreisen immer weiter auseinander klaffen. Die Folge ist nicht nur, dass sich immer weniger ein Eigenheim leisten können, sondern auch, dass die Mieten in unerschwingliche Höhen steigen. Schließlich ist es für Anleger nur sinnvoll zu kaufen, wenn sie hohe Renditen dafür bekommen. Und so wird kräftig an der Mietpreisschraube gedreht. Stadtforscher sprechen bereits von der zweiten Stufe der Gentrifizierung, die besagt, dass die Menschen nicht mehr nur aus der Innenstadt vertrieben werden, sondern immer enger zusammenrücken müssen.

Die Krise auf dem Wohnungsmarkt ist also offenkundig. Die Frage ist nur, wann die Blase platzt - weil die Menschen nicht mehr willens oder in der Lage sind, immer höhere Preise fürs Wohnen zu zahlen.

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