Von Luther bis zur Agenda 2010

Rainer Balcerowiak liefert eine kleine Ideologiegeschichte des Reformbegriffs

  • Von Fabio Angelelli
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Im neoliberalen Jargon - und derzeit auch im Alltagsverstand - steht das Wort »Reform« für den Umbau gesellschaftlicher Bereiche im Namen des heiligen Prinzips der Wettbewerbsfähigkeit. Damit ist gemeint: Abbau des Sozialstaates und Privatisierung öffentlicher Infrastrukturen als einziger Weg, um die Wirtschaft vor einem Zusammenbruch zu retten, der sonst unvermeidbar wäre. Gegen diese verdrehte und trotzdem weit verbreitete Auffassung richtet sich Rainer Balcerowiaks Buch »Die Heuchelei von der Reform«, das eine kleine, ideologiekritische Geschichte des Reformbegriffs anbietet - von der lutherischen Reformation bis zum beginnenden Bundeswahlkampf.

Ambivalent ist das Wort »Reform« schon im Lateinischen. Es kann sowohl Umstellung als auch Wiederherstellung bedeuten. So ist es auch geschichtlich: Reformen bezeichnen fortschrittliche sowie konservative Prozesse, die von bestimmten Machtverhältnissen und ökonomischen Konjunkturen beeinflus...

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