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Blumen für die Volksbühne

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Berlins Kultursenator Klaus Lederer (LINKE) hat den geplanten Abbau des Wahrzeichens der Volksbühne verteidigt. Das Theater habe nicht nur das Nutzungsrecht an dem legendären Rad, sondern sei auch der Eigentümer des »konkreten Blechgegenstands«, sagte Lederer im Kulturausschuss des Abgeordnetenhauses. Die Rad-Skulptur auf dem Platz vor dem Theater soll nach dem Willen des Designers Rainer Haußmann abgebaut werden, wenn der langjährige Intendant Frank Castorf das Theater zum Ende der Spielzeit verlässt. Schließlich solle man das Haus besenrein verlassen, hieß es zur Begründung.

Lederer sagte, er halte diese Entscheidung für legitim. Von interessierter Seite sei so oft ein Ende der Ära Castorf gefordert worden, dass man nun ruhig auch ein Zeichen setzen dürfe, so der Senator. Als Rechtsaufsicht habe sein Haus aber Interesse daran, dass das Rad nicht auf Nimmerwiedersehen verschwinde. Er werde sich deshalb für eine Aufnahme ins Stadtmuseum einsetzen.

Unterdessen gab ein »Freundeskreis der Volksbühne« bekannt, Castorfs Haus am kommenden Sonnabend »mit einer Prozession sowie einer Zeremonie am zentralen Theatergebäude« ehren zu wollen. »Was die Zukunft mit Chris Dercon bringen wird, das ist noch ungewiss«, heißt es in der entsprechenden Mitteilung. »Man kann jedoch sagen: Mit der Intendanz von Frank Castorf findet eine Epoche, ein Lebensabschnitt Berlins das Ende.« Vor dem Theater werde Gregor Gysi, begleitet von der Band Tocotronic, ein Dankeslied singen. Startpunkt der »Prozession« ist 14.30 Uhr am Prater in der Kastanienallee. Die Teilnehmer sind aufgerufen, Blumen mitzubringen. nd/dpa

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