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Donald Dump

Kurt Stenger über angekündigte US-Strafzölle auf Stahlimporte

»Es wird amerikanischer Stahl sein, der unsere Wolkenkratzer in den Himmel wachsen lassen wird.« Als Donald Trump im US-Wahlkampf der darbenden Branche, die ein Schatten früherer Größe ist, Unterstützung versprach, war dies mitentscheidend für seinen Sieg in den wichtigen Swing-States Pennsylvania und Ohio. Jetzt muss er natürlich auch liefern.

Doch das ist gar nicht so einfach: Steuersenkungen bringen den US-Stahlkonzernen wenig, da sie kaum noch Gewinne machen. Ob staatliche Investitionsprogramme für Nachfrage sorgen, ist ungewiss, da die Republikaner im Kongress ähnlich wie bei Obamacare die Pläne durchkreuzen könnten. Es bleiben Trump nur Strafzölle auf Importe - doch hat bereits Barack Obama Maßnahmen gegen Chinas Dumpingprodukte eingeführt. Trump muss Konzerne bestrafen, die effizienter sind als die US-Werke.

Den absehbaren Streit mit anderen Ländern wird er nicht scheuen, sondern vielleicht sogar genießen. Auch dürfte ihm egal sein, dass sein Vorgehen die Probleme mit den Überkapazitäten in anderen Regionen noch verschärfen wird. Ihm geht es ja nicht um gerechteren Welthandel, sondern darum, innenpolitisch zu punkten. Auch das könnte aber fehlschlagen: Strafzölle führen zu steigenden Preisen im Inland. Wenn Wolkenkratzer mit US-Stahl gebaut werden, wachsen auch die Kosten in den Himmel.

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