Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Der Tagebau wird nicht mehr gebraucht

Andreas Fritsche über das neue Revierkonzept für die Lausitz

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 1 Min.

Viele Experten meinten schon jahrelang, der irgendwann unumgängliche Ersatzneubau des Braunkohlekraftwerks Jänschwalde sei nicht nur wegen des Klimaschutzes fragwürdig, sondern auch aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus bedenklich. Ohne das Kraftwerk wird der neue Tagebau Jänschwalde-Nord nicht mehr gebraucht.

Angeblich soll dies zumindest zuletzt bereits der schwedische Staatskonzern Vattenfall gewusst haben. Die Planungen für den Tagebau soll Vattenfall nur deshalb nicht aufgegeben haben, um den Preis beim Verkauf seiner deutschen Braunkohlesparte hochzutreiben. Die jetzige Verzichterklärung der Lausitzer Energie AG ist also nur konsequent.

Überraschend kommt die Entscheidung trotzdem, denn einen solchen Realitätssinn hätten viele dem neuen Eigentümer nicht zugetraut. Das Revierkonzept und die Erläuterungen dazu klingen keineswegs danach, als sei der LEAG der Verzicht leichtgefallen. Stattdessen werden Beschwerden über die Politik laut, die der Braunkohleförderung mit ihrem Agieren einen Strich durch die Rechnung mache.

Das Ende des Braunkohlezeitalters ist damit in der Lausitz aber noch lange nicht gekommen. Im sächsischen Tagebau Nochten soll es unbedingt weitergehen und möglichst auch im brandenburgischen Tagebau Welzow-Süd. Zuletzt musste in der Niederlausitz das Dorf Horno den Abraumbaggern weichen. Proschim könnte noch drankommen. Die Auseinandersetzungen darum werden weitergehen.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln