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Der Tagebau wird nicht mehr gebraucht

Andreas Fritsche über das neue Revierkonzept für die Lausitz

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 1 Min.

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Viele Experten meinten schon jahrelang, der irgendwann unumgängliche Ersatzneubau des Braunkohlekraftwerks Jänschwalde sei nicht nur wegen des Klimaschutzes fragwürdig, sondern auch aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus bedenklich. Ohne das Kraftwerk wird der neue Tagebau Jänschwalde-Nord nicht mehr gebraucht.

Angeblich soll dies zumindest zuletzt bereits der schwedische Staatskonzern Vattenfall gewusst haben. Die Planungen für den Tagebau soll Vattenfall nur deshalb nicht aufgegeben haben, um den Preis beim Verkauf seiner deutschen Braunkohlesparte hochzutreiben. Die jetzige Verzichterklärung der Lausitzer Energie AG ist also nur konsequent.

Überraschend kommt die Entscheidung trotzdem, denn einen solchen Realitätssinn hätten viele dem neuen Eigentümer nicht zugetraut. Das Revierkonzept und die Erläuterungen dazu klingen keineswegs danach, als sei der LEAG der Verzicht leichtgefallen. Stattdessen werden Beschwerden über die Politik laut, die der Braunkohleförderung mit ihrem Agieren einen Strich durch die Rechnung mache.

Das Ende des Braunkohlezeitalters ist damit in der Lausitz aber noch lange nicht gekommen. Im sächsischen Tagebau Nochten soll es unbedingt weitergehen und möglichst auch im brandenburgischen Tagebau Welzow-Süd. Zuletzt musste in der Niederlausitz das Dorf Horno den Abraumbaggern weichen. Proschim könnte noch drankommen. Die Auseinandersetzungen darum werden weitergehen.

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