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Paraguayer stürmen Kongressgebäude

Protest gegen Verfassungsänderung

Asunción. Nach gewaltsamen Protesten mit einem Toten gegen eine geplante Verfassungsreform in Paraguay hat Präsident Horacio Cartes den Innenminister und den Polizeichef des Landes entlassen. Zugleich rief er zur Ruhe auf, die Demonstranten nannte Cartes »Barbaren«. Die Demokratie werde weder »mit Gewalt erobert noch verteidigt«.

Bei den Protesten in der Hauptstadt Asunción war in der Nacht zum Samstag der Führer der Jugendorganisation der oppositionellen Liberalen Partei, der 25-jährige Rodrigo Quintana, von einem Polizisten erschossen worden.

Am Freitag hatte der Senat mit der Mehrheit der Unterstützer von Präsident Cartes für eine umstrittene Verfassungsänderung gestimmt, welche diesem die Wiederwahl ermöglichen soll. Hunderte Regierungsgegner lieferten sich nach der Abstimmung Zusammenstöße mit der Polizei. Die Demonstranten skandierten »Nie wieder Diktatur«, stürmten das Kongressgebäude und verwüsteten die Büros von Senatoren, die für die Verfassungsänderung gestimmt hatten. AFP/nd

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