Donbass-Blockade wird für Kiew teuer

Zentralbank senkt Wachstumsprognose / Probleme bei der Energieversorgung absehbar

  • Von Denis Trubetskoy, Kiew
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Seit mehr als drei Monaten blockieren proukrainische Aktivisten die Übergänge zu dem von prorussischen Separatisten kontrollierten Gebiet im Donbass, um den Handel zu stoppen. Die Kiewer Regierung hat sich von Anfang an klar gegen die Donbass-Blockade positioniert, doch tatsächliche Handlungen gegen die umstrittene Aktion blieben aus. Mitte März entschied sich der von Präsident Petro Poroschenko angeführte Sicherheitsrat sogar völlig unerwartet für die offizielle Unterstützung der Blockade.

Dies ist ein Entschluss, der vor allem die Ausgangslage für die ukrainische Wirtschaft völlig ändert. Nach den durch den Krieg im Donbass und die generelle Krise geprägten Jahren 2014 und 2015 war auch 2016 aus wirtschaftlicher Sicht kein besonders gutes Jahr. Immerhin war die Ukraine in der Lage, 2,2 Prozent Wirtschaftswachstum zu erzielen. Im Schlussquartal 2016 lag der Wert sogar bei 4,7 Prozent. »Wir hätten die Chance gehabt, den für 2017 prognos...

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