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Wozu Nutzloses noch taugt

Nadel und Faden als künstlerische Mittel zu nutzen, das fiele sicher nicht jedem ein. Anthony Stevens macht daraus schon seit Jahren comicartige Darstellungen. Die stickt er jeweils auf einen textilen Untergrund, der teilweise aus vielen Stücken in mehreren Schichten flickenartig zusammengenäht wurde. Seine Bildwelten sind reich an Botschaften, die sich auch dank schriftlicher Kommentare entschlüsseln lassen. Im Arbeitsprozess entwickeln die Motive verschiedene Bedeutungsebenen und formulieren Kritik, z.B. in »Black Friday« am Konsumverhalten. In den Bildwelten des Anthony Stevens findet sich Amüsantes, Verwunderliches oder Bedrohliches. Das zeigen wiederholt auftretende Figuren in Gestalt eines Hundes, eines gekrönten Vogels, von Penissen oder Springerstiefeln und Handgranaten (auf dem Foto: »Modern Man«).

Als Arbeitsmaterial wählt Stevens übrig gebliebene Stoffreste und sieht sich so aufgefordert, das Potenzial von etwas zu wecken, das sonst als nutzlos angesehen würde. In dieser Entscheidung sieht er eine wichtige Parallele zu seinem Leben mit traumatischen Erfahrungen, die er in den Bildern umsetzt und als einen »Tanz mit seiner inneren Dynamik« beschreibt. cba Foto: Anthony Stevens

Die Ausstellung »Black Holes and Black Friday« wird am 6. April um 19 Uhr eröffnet und ist dann bis zum 27. Mai zu sehen in der Galerie Art Cru, Oranienburger Str. 27, Mitte.

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