Olga Benario

Frauengeschichte(n)

  • Von Ronald Friedmann
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Ihr Vater, ein wohlhabender Rechtsanwalt mit sozialem Gewissen, sorgte ungewollt für ihre frühe Politisierung. Mit 17 Jahren verließ Olga Benario, geboren 1908 in München, ihr Elternhaus, ging nach Berlin und schloss sich dem Kommunistischen Jugendverband an. Ihre »revolutionäre Feuertaufe« erhielt sie am 11. April 1928, als sie gemeinsam mit vier Freunden Otto Braun, ihren Lebensgefährten und politischen Lehrmeister, aus dem Gerichtsgefängnis in Berlin-Moabit befreite. Ihre Genossen feierten sie als Heldin, die bürgerliche Presse diffamierte sie als »Flintenweib«. Otto Braun und Olga Benario fanden gemeinsam Zuflucht in der Sowjetunion. Doch ihre Wege trennten sich bald.

Über die folgenden sechs Jahre im Leben von Olga Benario ist nur sehr wenig bekannt. Sicher ist, dass sie Ende der 1920er Jahre mehrmals als Beauftragte der Kommunistischen Jugendinternationale mit falschen Pa...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.