Werbung

Auto-Korso für Freilassung von Yücel

Drei Dutzend Pkw fuhren am Sonntag durch Kreuzberg

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

»Free Deniz!« - unter diesem Slogan haben Berliner mit einem Autokorso für die Pressefreiheit in der Türkei demonstriert. Rund drei Dutzend Autos fuhren am Sonntag mit lautem Hupen durch Kreuzberg zur türkischen Botschaft. Auch zahlreiche Radfahrer schlossen sich dem Korso an. Viele hielten Fahnen oder Schilder mit dem Namen des in der Türkei inhaftierten »Welt«-Journalisten Deniz Yücel hoch. Später sollte es eine Kundgebung vor der Botschaft geben.

Zu der Aktion aufgerufen hatten die Vorwärts-Liederfreunde der SPD. Sie forderten die sofortige Freilassung Yücels und aller anderen in der Türkei inhaftierten Journalisten. Nur bei Besuchen durch deutsche Diplomaten dürfe es nicht bleiben.

Yücel war vor mehr als sieben Wochen festgenommen worden. Die türkischen Behörden werfen ihm Volksverhetzung und Terrorpropaganda vor. Der deutsche Generalkonsul Georg Birgelen hatte Yücel am Dienstag nach langer Isolierung erstmals im Gefängnis besuchen dürfen. Yücel hat einen deutschen und einen türkischen Pass.

Derweil lief noch bis Sonntagabend das Verfassungsreferendum der Türkei. Insgesamt waren in der Hauptstadt zwei Wochen lang 139 000 Türken und Deutschtürken aus Berlin, Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern zur Abstimmung aufgerufen, ihre Stimme für oder gegen die umstrittene Verfassungsänderung von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan abgeben. Bis zum Donnerstagabend hatten sich nach Angaben der obersten türkischen Wahlkommission YSK knapp ein Drittel (32,4 Prozent) der registrierten Türken beteiligt. dpa/nd

Münzenbergforum

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen

nd-Kiosk-Finder