Hendrik Lasch, Halle 13.04.2017 / Politik

Hamlets Lehrstätte lebt in Siegel, Zepter und Talar fort

Sachsen-Anhalt: Eine Ausstellung und eine Festwoche erinnern an die Vereinigung der Universitäten von Wittenberg und Halle vor 200 Jahren

20 000 Studenten: die Martin-Luther-Universität in Halle, hier der Universitätsplatz

Am Ende wollten sie nur noch weg. Die Professoren der Universität Wittenberg ersuchten in Dresden um Unterschlupf; auch in Meißen oder Leipzig hätten sie weiter unterrichtet. Ihre Lehranstalt mochte eine grandiose Tradition haben: gegründet 1502, Studienort späterer Berühmtheiten wie Lessing, des Astronomen Tycho Brahe und angeblich sogar von Shakespeares Helden Hamlet. In den Jahren vor 1817 aber waren die Zustände unhaltbar geworden: die Stadt wurde zur Garnison und Ziel von Bombardements, die Universitätskirche wurde Heulager für Napoleons Soldaten, die Zahl der Studenten lag bei mageren 131. »Man hatte sich«, sagt Michael Ruprecht, Kustos der Universität Halle, »von der Idee der Eigenständigkeit verabschiedet.«

Es wurde dann nicht Dresden. Der Wiener Vertrag hatte im Jahr 1815 geregelt, dass große Teile Sachsens an Preußen fielen; in Wittenberg hatte man noch die Wahl zwischen Berlin und Halle - und entschied sich für die näher gele...

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