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Jagd auf Schwule in Tschetschenien

Russische Zeitung berichtet von Geheimgefängnissen und Folterpraktiken

  • Von Axel Eichholz, Moskau
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

In Tschetschenien wurde in den letzten Monaten eine regelrechte Jagd auf Homosexuelle entfesselt. Nach Angaben der Moskauer Zeitung »Nowaja Gaseta« werden verhaftete Schwule und Drogensüchtige in zwei geheimen Gefängnissen in Argun und Zozi-Jurt gefangen gehalten und gefoltert. Die Mobiltelefone der gefassten »Verbrecher« schalte man absichtlich nicht ab, um an weitere Kontakte zu kommen, heißt es.

Männliche Anrufer würden automatisch unter »schwul« eingestuft. Deshalb steige die Zahl der Verdächtigen wie eine Lawine an. Auch diejenigen, die sich einfach verwählt hatten, seien vor Zugriff nicht sicher.

Die Zeitung berichtet unter Berufung auf die Aktivistin Swetlana Sacharowa über eines dieser in KZ-Art eingerichteten Gefängnisse. Im tschetschenischen Argun waren in der Sowjetzeit Truppen untergebracht. Nach der Wende zog die Bezirkspolizeizentrale ein. Ende 2016 wurde dafür anderweitig ein Neubau errichtet. Seither gelte der...


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