Werbung

Minikameras erforschen Wale in der Antarktis

Sydney. Mit Minikameras haben Wissenschaftler tiefere Einblicke in das Leben von Walen in der Antarktis gewonnen. Die kleinen Kameras seien mit Saugnäpfen an Buckelwalen befestigt worden, schilderte US-Walforscher Ari Friedlaender. Wenn die Minikameras nach ein bis zwei Tagen von den Meeressäugern abfielen, wurden sie wieder eingesammelt. Außerdem wurden Zwergwale mit kleinen Sendern versehen. Auf diese Weise seien »wundervolle Daten« über das Nahrungs- und Sozialverhalten der Wale in der Antarktis gewonnen worden, sagte Friedlaender. So sei deutlich geworden, dass Wale einen Großteil ihrer Tage mit Sozialkontakten und Ausruhen verbringen, während sie den Abend und die Nacht hindurch nach Krill, winzigen Krebstieren, jagen.

»Wenn wir erst einmal eine Vorstellung davon haben, wo die Wale fressen und wie oft, wo sie hinschwimmen und pausieren, dann können wir das verwenden, um Politik und Wirtschaft zu informieren, damit sie diese Wale und ihr Ökosystem schützen«, so Friedlaender. Die Umweltorganisation WWF Australia unterstützte das Projekt finanziell. Mit den Aufnahmen soll auch erforscht werden, wie sich Erderwärmung, Versauerung der Meere und Fischerei auf die Wale auswirken. Die Antarktis zählt zu den ursprünglichsten Meeres-Ökosystemen der Erde, sie verändert sich derzeit durch die Eisschmelze infolge des Klimawandels. AFP/nd Foto: AFP/Dave Brosha

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln